
Überleben auf einer einsamen Insel: die richtige Reihenfolge bis zur Rettung
▶ JETZT KOSTENLOS SPIELENKein Download · Handy oder PC · 3–5 Minuten pro RundeWas in Seenot über Leben und Tod entscheidet, ist meist nicht die Kondition, sondern die Reihenfolge. An heißen Küsten gilt: Schatten und Unterschlupf → Wasser → Notsignale → Nahrung, und man bleibt dort, wo die Retter einen leicht finden. Dieser Text fasst die Regeln der koreanischen Küstenwache, des koreanischen Ministeriums für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (MFDS) und des Nationalen Instituts für Fischereiwissenschaft (NIFS), der US-Küstenwache (USCG), der NOAA sowie die allgemeinen Regeln aus Überlebenshandbüchern in der Reihenfolge zusammen, in der du sie tatsächlich brauchst.
- Vor dem Gang ins Wasser die Gurte der Rettungsweste festziehen und bis zur Rettung nicht ablegen.
- Zieht dich eine Rippströmung hinaus, parallel zum Ufer seitwärts schwimmen.
- Zuerst Schatten und Unterschlupf. Mittags Bewegung minimieren.
- Kein Meerwasser trinken. Regenwasser auffangen, Quellwasser abkochen.
- Im Frühling keine wilden Muscheln essen (das Gift bleibt auch gekocht erhalten).
- SOS und Signalfeuer im Freien, für Flugzeuge Spiegel und Rauch, nachts Licht.
- EPIRB im Freien einschalten und anlassen. VHF auf Kanal 16, Akku sparen.
- Nicht trennen, am ersten Ankunftsort bleiben.
1. Vor dem Strand: Brandung und Rippströmung
- Die Rettungsweste vorher festziehen. Im Wasser lässt sie sich kaum noch anziehen oder festziehen. Bis zur Rettung nicht ablegen.
- Eine Rippströmung ist ein schmaler, schneller Wasserstrom vom Ufer aufs Meer hinaus. Wer dagegen anschwimmt, verliert nur Kraft; deshalb parallel zum Ufer seitwärts herausschwimmen, dann an Land, und wenn die Kraft nachlässt, treiben lassen und winkend um Hilfe bitten.
- Siehst du eine ertrinkende Person, spring nicht selbst hinein, sondern wirf etwas Schwimmendes oder ein Seil zu. Wer strampelt, klammert sich leicht an den Retter und zieht ihn mit nach unten.
- Wer auf flachen Korallenriffen oder Felsen aufsteht, wird von den Wellen umgerissen und schneidet sich böse.
2. Die ersten Stunden: Menschen, Schatten, Hochwasserlinie
- Prüfen, ob alle da sind und ob es Verletzte gibt. Beim Notruf wird die genaue Personenzahl gebraucht.
- Zuerst Schatten und Unterschlupf schaffen. Auch an bewölkten Tagen sind Hitze und UV an der Küste stark, und Schatten verringert den Wasserverlust durch Schweiß.
- Unterschlupf, Rettungsinsel und Vorräte oberhalb der Linie aus aufgereihtem trockenem Seetang (Hochwasserlinie) lagern. Nachts und bei Sturm kann das Wasser höher steigen.
- Schwere Arbeit in der Kühle von Morgen und Abend erledigen, mittags ausruhen.
- Schnitte durch Korallen oder Felsen mit sauberem Wasser spülen und abdecken. In heißem, feuchtem Klima eitern sie schnell.
3. Wasser: auf keinen Fall Meerwasser
- Kein Meerwasser trinken. Um das Salz auszuscheiden, verliert der Körper mehr Wasser, als man getrunken hat, und die Austrocknung beschleunigt sich (Seenot-Überlebensregeln der USCG).
- Regen ist das sauberste Wasser. Schauer hören schnell auf, also Plane oder Plastik wie einen Trichter ausbreiten und leere Behälter schon vorher bereitstellen.
- Quellwasser aus Felsspalten und stehendes Wasser abkochen, bevor man es trinkt. Durchfall beschleunigt die Austrocknung stark.
- Ohne Wasser gerät der Mensch viel schneller in Gefahr als ohne Essen. Ist wenig Wasser da, auch weniger essen.
4. Nahrung: keine Muscheln im Frühling
Das koreanische Ministerium für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (MFDS) und das Nationale Institut für Fischereiwissenschaft (NIFS) warnen, dass wilde Schalentiere wie Miesmuscheln und Venusmuscheln an der Küste im Frühling (etwa März bis Juni) das Gift der paralytischen Muschelvergiftung (PSP) enthalten können, und raten davon ab, sie zu sammeln und zu essen. Dieses Gift wird durch Kochen oder Einfrieren nicht zerstört; nach dem Essen kann es von Taubheit an Lippen und Zunge bis hin zu Atemnot führen. Ein Teller giftiger Muscheln ist weit gefährlicher als einige Tage Hunger. Wer etwas wie Krabben isst, sollte es vollständig durchgaren.
5. Notsignale: groß, im Freien, im Voraus
- Auf freien Flächen wie Sandstränden, die aus der Luft gut sichtbar sind, mit kontrastreichen Steinen oder Ästen große Buchstaben wie SOS oder V (Hilfe benötigt) legen.
- Drei Feuer (im Dreieck oder in einer Reihe) sind ein weit verbreitetes Notsignal. Trockenes Holz vorab aufschichten und beim ersten Geräusch anzünden.
- Tagsüber frisches Laub aufs Feuer legen, damit weißer Rauch aufsteigt, nachts Flammen und Licht nutzen. Mit der Taschenlampe drei kurz, drei lang, drei kurz (SOS).
- Der Reflex eines Signalspiegels ist aus sehr großer Entfernung sichtbar. Wackelt ein Flugzeug mit den Flügeln, heißt das: gesehen.
- Nicht nachts auf ein Licht zu ins Meer hinausschwimmen.
6. Kommunikation: EPIRB und VHF-Kanal 16
- Eine eingeschaltete EPIRB (Seenotfunkbake) übermittelt Notsignal und Position über Satellit (COSPAS-SARSAT) an die Rettungsdienste. Geräte mit GPS liefern eine viel genauere Position. Die Antenne unter freiem Himmel aufstellen und bis zur Rettung nicht ausschalten (USCG, NOAA).
- Kanal 16 des VHF-Funkgeräts ist der Not- und Anrufkanal. Dreimal „Mayday“, Schiffsname, Position, Art des Notfalls und Personenzahl kurz und deutlich durchgeben.
- Bei schwachem Akku ausschalten und nur zu vereinbarten Zeiten oder bei Sicht auf Schiffe oder Flugzeuge einschalten.
- Den Rettern die genaue Personenzahl und auch den Standort von Gruppenmitgliedern an anderen Orten melden.
7. Bleiben: nicht trennen
Die Retter suchen ausgehend von der letzten Position und den letzten Signalen. Wer den ersten Ankunftsort mit Schatten, Wasser und Signalen aufgibt und an einen unbekannten Ort zieht, oder wenn sich die Gruppe trennt, vergrößert die Zahl der Orte, die abgesucht werden müssen, und die abgespaltene Seite hat weder Wasser noch Signale. Im Gestrüpp im Inselinneren und auf Felszungen verirrt man sich leicht oder stürzt ab, und aus der Luft ist man dort schlecht zu sehen. Auch die Gezeiten im Blick behalten: Ein Felsen, den man bei Ebbe erreicht hat, wird bei Flut abgeschnitten.
8. Wenn der Hubschrauber kommt
- Im Freien beide Arme weit über dem Kopf schwenken. Rauch und Spiegel helfen auch.
- Nicht in Richtung Hubschrauber ins Meer springen oder unter den Hubschrauber rennen. Der Rotorabwind wirbelt Sand, Trümmer und Gischt auf.
- Rettungskorb oder Seil erst greifen, wenn es Boden oder Wasser berührt hat (statische Aufladung). Auf die Anweisung der Retter warten.
Dies sind allgemeine Hinweise auf Grundlage öffentlicher Quellen. Befolge in einer echten Notlage die Anweisungen der Küstenwache und der Rettungsdienste. Zum Üben im Spiel siehe die Spielanleitung zu 72 Stunden auf der einsamen Insel.
FAQ
Was tut man zuerst, wenn man auf einer einsamen Insel strandet?
Prüfen, ob alle da sind und ob es Verletzte gibt, Schatten und Unterschlupf schaffen und dann Wasser und Notsignale vorbereiten. Nahrung kommt danach. An heißen Küsten spart man Wasser, indem man sich mittags nicht verausgabt.
Ist ein bisschen Meerwasser okay?
Nein. Weil der Körper das Salz ausscheiden muss, verliert er mehr Wasser, und die Austrocknung beschleunigt sich. Regenwasser auffangen und Quellwasser abkochen.
Sind gekochte Muscheln sicher?
Das Gift der paralytischen Muschelvergiftung (PSP) in wilden Schalentieren im Frühling (etwa März bis Juni) wird durch Kochen oder Einfrieren nicht zerstört. Nicht einfach sammeln und essen.
Welches Notsignal ist am besten zu sehen?
Große SOS- oder V-Buchstaben im Freien, drei Feuer, tagsüber weißer Rauch mit frischem Laub, nachts Licht und der Reflex eines Signalspiegels.
Wann schaltet man die EPIRB aus?
Erst nach der Rettung. Die Antenne unter freiem Himmel aufstellen.
Was tun, wenn eine Rippströmung einen mitreißt?
Nicht gegen die Strömung zum Ufer schwimmen, sondern parallel zum Ufer seitwärts heraus und dann an Land. Wenn die Kraft nachlässt, treiben lassen und winkend um Hilfe bitten.