
Sicherheit im Watt: Vor dem Betreten, bei steigendem Wasser und bei Abgeschnittensein
▶ JETZT KOSTENLOS SPIELENKein Download · Handy oder PC · 3–4 Minuten pro RundeAn der Westküste Koreas ist der Tidenhub groß und die Flut läuft sehr schnell auf, sodass man nach Beginn der Flut in kurzer Zeit abgeschnitten sein kann. Die koreanische Küstenwache warnt, dass sich Wattunfälle jedes Jahr wiederholen und die meisten ohne Schwimmweste passieren (allein von Januar bis April 2026 nennt sie 26 Wattunfälle mit 4 Todesopfern). Dieser Artikel fasst der Reihe nach die Hinweise der Küstenwache, des Ministeriums für Ozeane und Fischerei, der Nationalen Feuerwehrbehörde und des Nationalen Katastrophen- und Sicherheitsportals zusammen.
- Vor dem Betreten: Gezeiten (Hoch- und Niedrigwasser) und Wetter prüfen, Schwimmweste anlegen, Handy in eine wasserdichte Hülle stecken.
- Nachts und bei Seenebel nicht hineingehen. Gesperrte Bereiche nicht betreten.
- Rechtzeitig herauskommen, bevor das Wasser kommt. Priele nicht durchqueren.
- Bei Abgeschnittensein: auf eine Erhöhung steigen, 119 oder die Küstenwache unter 122 anrufen, den Standort mit Orientierungspunkten melden.
- Beim Warten: sich vor Wind und nasser Kleidung schützen, die Körperwärme halten, den Akku sparen, mit Licht Zeichen geben.
1. Vor dem Betreten
- Die Gezeiten prüfen. Hoch- und Niedrigwasserzeiten sowie das Wetter lassen sich mit Apps des Ministeriums für Ozeane und Fischerei wie „Haerod“ und „Badanavi“ oder mit einer Gezeitentabelle nachsehen. Bei Springflut (spring tide) steigt das Wasser höher und schneller.
- Eine Schwimmweste tragen. Auch bei einem Wattausflug gibt es keine Ausnahme.
- Das Handy in eine wasserdichte Hülle stecken und am Körper tragen. Wenn man abgeschnitten ist, ist es das einzige Mittel, um Hilfe zu rufen.
- Nicht allein gehen und der Begleitung sagen, wann man zurück ist.
- Nachts oder bei Nebel nicht hineingehen. Im Seenebel verliert man leicht die Orientierung.
- Gesperrte Bereiche nicht betreten.
2. Während man im Watt ist
- Rechtzeitig herauskommen, bevor das Wasser kommt. „Nur noch ein bisschen“ endet im Abgeschnittensein.
- Vorsicht vor Prielen. Priele sind tiefe Wasserrinnen, in denen das Wasser bei Flut zuerst und am schnellsten steigt. Auch wenn sie wie eine Abkürzung aussehen, nicht durchqueren.
- Wenn die Füße im Schlick einsinken, die Beine nicht mit Gewalt herausziehen, sondern sich zurücklehnen oder hinlegen, um das Gewicht zu verteilen, und sich langsam befreien.
- Bei Seenebel sofort hinausgehen. Markierungen wie die Fahnen des Wattbetriebs oder die Bojenleine vorher prüfen.
3. Wenn das Wasser den Weg versperrt
- Ohne Zögern 119 oder die Küstenwache unter 122 anrufen. Auch ein über 119 gemeldeter Unfall auf See wird an die Küstenwache weitergeleitet. Je früher man ruft, desto mehr Zeit bleibt für die Rettung.
- Den Standort deutlich melden. Nenne Bauwerke, Felsen oder die Richtung eines Leuchtturms in der Nähe sowie die Zahl der Personen. Der Notruf der App „Haerod“ des Ministeriums für Ozeane und Fischerei sendet den Standort mit einem Tastendruck an Küstenwache und Feuerwehr.
- Nicht mit Gewalt schwimmen und nicht zu einem fernen Ufer laufen. Auf eine nahe Erhöhung (Bauwerk, Fels) steigen und auf die Rettung warten.
- Sich nicht von der Gruppe trennen.
4. Beim Warten auf die Rettung: Körperwärme und Akku
- Nasse Kleidung und Wind rauben die Körperwärme. Auswringen, mit einer Plastiktüte oder einem Regenmantel den Wind abhalten und trockene Kleidung oder eine Decke anziehen, falls vorhanden (Nationale Feuerwehrbehörde, Nationales Katastrophen- und Sicherheitsportal).
- Dicht Rumpf an Rumpf zusammensitzen, um Wärme zu teilen.
- Starke Müdigkeit oder aufhörendes Zittern sind Zeichen, dass die Unterkühlung schlimmer wird. Sprecht miteinander, um euch wach zu halten.
- Das Handy im Stromsparmodus lassen und nur für den Kontakt zu den Rettungskräften und für Standortsignale benutzen.
- Wenn die Rettungskräfte nachts näher kommen, mit Taschenlampe oder Handylicht schwenken, um den Standort anzuzeigen, und nicht auf ein fernes Licht zuschwimmen.
5. Der Moment der Rettung
- Den Anweisungen der Rettungskräfte folgen und einzeln an Bord gehen, Verletzte zuerst.
- Auch wenn das Rettungsboot zu sehen ist, nicht ins Wasser springen.
Ein kostenloses Spiel, mit dem du das selbst erleben kannst, findest du in der Spielanleitung zu Gestrandet im Watt.
FAQ
Wen rufe ich an, wenn ich im Watt abgeschnitten bin?
119 oder die Küstenwache unter 122. Auch ein über 119 gemeldeter Unfall auf See wird an die Küstenwache weitergeleitet. Mit dem Notruf der App „Haerod“ des Ministeriums für Ozeane und Fischerei kannst du außerdem deinen Standort senden.
Wo prüfe ich die Gezeiten?
Hoch- und Niedrigwasserzeiten und das Wetter findest du in einer Gezeitentabelle oder in Apps des Ministeriums für Ozeane und Fischerei wie „Haerod“ und „Badanavi“.
Braucht man auch bei einem Wattausflug eine Schwimmweste?
Ja. Die koreanische Küstenwache weist darauf hin, dass die meisten Todesopfer bei Wattunfällen keine Schwimmweste trugen, und bittet darum, sie zu tragen.
Warum sind Priele gefährlich?
Priele sind Wasserrinnen zwischen den Wattflächen, in denen das Wasser bei Flut am schnellsten steigt. Auch wenn sie flach aussehen, kann man beim Durchqueren abgeschnitten oder mitgerissen werden.
Was tue ich bei Nebel?
Wer Seenebel sieht, geht sofort hinaus. Die koreanische Küstenwache rät, nachts oder bei Nebel nicht ins Watt oder ins Meer zu gehen.
Ist dieser Artikel eine offizielle Anleitung?
Nein. Er fasst öffentliche Unterlagen der koreanischen Küstenwache, des Ministeriums für Ozeane und Fischerei, der Nationalen Feuerwehrbehörde und des Nationalen Katastrophen- und Sicherheitsportals zusammen. Befolge in einer echten Lage die Anweisungen vor Ort und die der Küstenwache.